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Erwerbsminderung durch Wüstenstaub

Da hilft nur noch eine qualifizierte Reinigung!
Forschung: Ertragsminderung von Solaranlagen durch Wüstenstaub
Staub auf der Solaranlage© photon-pictures.com

11.07.2016: In einem gemeinsamen Forschungsvorhaben wollen der Deutsche Wetterdienst (DWD), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Meteocontrol GmbH unter dem Projektnamen »PerduS« herausfinden, wie sich über Luftströmungen nach Europa getragener Staub aus der Sahara auf die Leistung von Solarmodule auswirkt. Voruntersuchungen gehen von möglichen Leistungseinbußen von zehn bis 20 Prozent aus. Ziel sei es, »mit einer besseren Vorhersage der Ausbreitung des Staubs auch eine verlässlichere Prognose für die Leistung von Photovoltaikanlagen zu ermöglichen«, heißt es in einer Mitteilung.
Bei Saharastaub-Ausbrüchen vermindere sich die Photovoltaikleistung nicht nur durch die teilweise stark erhöhte atmosphärische Trübung während des Ereignisses, sondern auch an den Folgetagen durch die Staubablagerung auf den Modulen. »Bei einem Saharastaub-Ausbruch transportieren atmosphärische Strömungen den in der Sahara aufgewirbelten Staub über sehr weite Strecken auch bis nach Mitteleuropa«, erklärt der Meteorologe Bernhard Vogel vom KIT. »Im langjährigen Mittel beobachten wir das über Deutschland im Frühjahr und im Sommer an vier Tagen pro Monat, in manchen Jahren an bis zu neun Tagen im Monat.« Bislang habe die Photovoltaik-Leistungsvorhersagen den Effekt des Saharastaubs noch nicht realistisch berücksichtigen können, was jedoch erforderlich sei, um die Netzstabilität zu gewährleisten.
Das Forschungsvorhaben »PerduS« (Photovoltaikertragsreduktion durch Saharastaub wird über einen Zeitraum von vier Jahren durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. © PHOTON

www.meteocontrol.com
www.epr-online.de/uploads/media/160707_meteocontrol_PerduS.rtf